Reisebericht: Mit dem Wohnmobil über die Alpen bis nach Siena – 16 Tage Dolce Vita

Reiseberichte

Wie weit kommt man in gut zwei Wochen mit dem Wohnmobil? Bis in die Toskana – und mit vielen Traumzielen dazwischen. Unsere Gäste Diana und Hubert K. sind im September 2025 mit einem Benimar T488 von REX Camper aufgebrochen, mit dabei: Hund Barney. Ihre Route führte über die Schwäbische Alb und die Schweizer Alpen an die oberitalienischen Seen, weiter nach Pisa, Florenz und Siena und durch die Dolomiten zurück. Ihren liebevoll ausgearbeiteten Reisebericht haben sie uns geschickt – hier ist er zusammengefasst, mit ihren Fotos, ehrlichen Campingplatz-Tipps und vielen Original-Zitaten.

  • Route: Blaubeuren – Samnaun – Comer See – Orta See – Pisa – Florenz – Siena – Molveno See – Colfosco
  • Reisezeit: 08.–23. September 2025
  • Fahrzeug: teilintegriertes Wohnmobil Benimar T488 (rund 7 m, 170 PS, Hubbett) von REX Camper
  • Mit an Bord: zwei Erwachsene und Hund Barney
  • Übernachtung: Stellplätze und Campingplätze (Angaben laut Reisebericht, September 2025)

Türkisblauer Blautopf in Blaubeuren – erste Station im REX Camper Reisebericht nach Siena
Der Blautopf in Blaubeuren – erstes Highlight der Reise.

Etappe 1–2 · Schwäbische Alb & Schweizer Alpen

Vom Blautopf in die zollfreie Bergwelt

Am frühen Abend des 8. September geht es los. Erstes Ziel ist Blaubeuren bei Ulm: Fachwerkhäuser, kleine Gassen, Wasserkanäle und am Ende des Ortes der leuchtend blaue Blautopf. Der Stellplatz (Dodelweg 20) liegt direkt an der Blau, Altstadt und Blautopf sind in wenigen Gehminuten erreichbar. Es gibt Strom, eine sehr saubere Toilette, Grauwasser- und Müllentsorgung und Duschen im nahen Hallenbad; Frischwasser und Fäkalienentsorgung kosten je 1 €.

Nach 266 Kilometern ist Samnaun erreicht – eine zollfreie Enklave auf 1.846 Metern. Die Anfahrt über Österreich ist steil, „aber kein Problem für den Benimar T488“. Der große Stellplatz (Sportplatzweg 13) bietet Strom, Ver- und Entsorgung, Brötchenservice und neu gebaute Sanitäranlagen, die „wahrer Luxus“ sind. Im Sommer ist eine Berg- und Talfahrt mit der Doppelstockgondel im Preis inbegriffen. Wandertipp: die Schmuggler Alm am anderen Ende des Ortes.

„Zollfrei heißt nicht zwangsläufig billig!“
– Diana & Hubert K.

Etappe 3 · Engadin & Malojapass

Hochtal, Hochgefühl und enge Kehren

Von Samnaun führt die Strecke durch das Hochtal des Oberengadins, immer am jungen Inn entlang, vorbei an Seen, St. Moritz und typischen Schweizer Bergdörfern. Besonders eindrucksvoll: der Silvaplaner See, ein Mekka für Surfer, Kiter und Segler, eingerahmt von einer atemberaubenden Bergkulisse.

Am Ende des Hochtals wartet der Malojapass – „nichts für schwache Nerven“. Für den 7 Meter langen Benimar war das trotzdem kein Problem. Der Tipp der beiden: Entgegenkommende Busse und Lkw besser auf geraden Abschnitten passieren lassen, in den Kurven wird es sehr eng. Die Schweiz ist vignettenpflichtig, die Vignette lässt sich unkompliziert online kaufen. Bei Castasegna geht es über die Grenze nach Italien.

Blick aus dem Cockpit des REX Camper Wohnmobils Benimar T488 auf Bergsee und Alpen im Oberengadin
Blick aus dem Cockpit: unterwegs im Oberengadin.
Hund Barney am Ufer des Comer Sees bei Domaso – Urlaub mit Hund im REX Camper Wohnmobil
Barney erkundet das Ufer des Comer Sees.

Etappe 3–4 · Comer See & Orta See

Seeluft, Pizza und ein glücklicher Hund

Nach 175 Kilometern ist Domaso am Comer See erreicht. Der kleine Campingplatz „Golden Sheep“ wird von drei Schwestern liebevoll geführt. Die Zufahrt ist sehr eng, dafür sind die Wiesenplätze unter Bäumen großzügig. Es gibt Brötchenservice, stets saubere Toiletten und kostenlose Duschmarken. Die Seepromenade beginnt direkt hinter dem Platz, gleich nebenan liegen ein Supermarkt und die einfache, aber empfehlenswerte Pizzeria „La Tavola“. Und das Beste: Barney war auf dem Platz und in der Pizzeria gern gesehen.

Rund 140 Kilometer weiter liegt der Orta See. Der kleine Campingplatz „Green Lake“ hat einen eigenen Strand, Einkaufsmöglichkeiten und ein nettes Restaurant mit Terrasse. Spaziergänge in die Umgebung mit alten Kneipen, Cafés und Seeblick lohnen sich.

Etappe 5–7 · Toskana

Pisa, Florenz und Siena: Hier ist der Weg das Ziel

Über Genua und die Küstenstraße geht es 345 Kilometer bis zum Campingplatz Europa bei Pisa: groß, mit alten, aber sauberen Sanitäranlagen. Durch ein Waldstück erreicht man nach rund 2,5 Kilometern einen feinsandigen, wilden Strand. Nach Pisa fährt ein Zug (eine Viertelstunde Fußweg zum Bahnhof). Tipp: Städte am Nachmittag besuchen, um den Touristenmassen zu entgehen.

In Florenz liegt der terrassenförmige Campingplatz „Hu“ an einer Staustufe des Arno, mit Pool und sehr schönen Sanitäranlagen – allerdings nicht preiswert. Abends lockt der Blick auf die Ponte Vecchio. Die 80 Kilometer nach Siena führen dann mitten durch die Toskana: kleine Dörfer, Zypressenalleen, sanfte Hügel. Der Campingplatz am Stadtrand liegt terrassenförmig in einem Pinienwald, die Innenstadt ist zu Fuß erreichbar – über Rolltreppen (für Hunde wenig geeignet) oder bergauf mit breiten Bürgersteigen. Am schönsten ist Siena abends, wenn die Weinbars unter Bäumen abseits der Touristenströme öffnen.

Piazza del Campo mit Torre del Mangia in Siena – Ziel der REX Camper Wohnmobilreise durch die Toskana
Spätnachmittag auf der Piazza del Campo in Siena.

„Landschaftlich sehr schön mit kleinen typischen Dörfern, Zufahrten mit hohen Zypressen und leichten Hügeln. Wirklich ein Genuss. Hier ist der Weg das Ziel.“
– Diana & Hubert K.

Türkisblauer Bergsee in den Dolomiten – Rückreise im REX Camper Wohnmobil
Türkisblaues Wasser zum Abschluss: Bergsee in den Dolomiten.

Etappe 8–9 · Dolomiten

Molveno See und Colfosco: Bergtraum zum Abschluss

Von Siena geht es 420 Kilometer nach Norden an den Molveno See. Der Campingplatz Piaggio liegt direkt am See mit eigenem Zugang, Einkaufsmöglichkeit und kleinem Restaurant. Die Besonderheit: Jeder Gast hat sein eigenes kleines Badezimmer mit Dusche, WC und Waschbecken. Die Zufahrt ist steil, aber der See mitten in den Dolomiten ist „wirklich ein Traum“.

Wichtiger Hinweis aus dem Tagebuch: Die Region ist Bärengebiet. Spaziergänge in der Dämmerung sind deshalb nicht empfehlenswert, auch wenn sie noch so einladend wirken.

Letzte Station ist Colfosco: Der große Campingplatz Calfosch Almi hat moderne, saubere Sanitäranlagen und ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Einziger Wermutstropfen der Reise: Hier kostete alles extra, und der Empfang war alles andere als herzlich. Von hier aus treten die beiden „nach einer sehr schönen Zeit“ die Heimreise an.


Das Fazit: Wie hat sich der Benimar T488 geschlagen?

Das Urteil fällt eindeutig aus: „Wir waren mit unserem geliehenen Wohnmobil Benimar T488 sehr zufrieden.“ Der 170-PS-Motor ist durchzugsstark, Passstraßen ließen sich problemlos fahren, und auch an Steigungen zieht man zügig an Lkw vorbei. Der Benimar stellt keine großen Anforderungen an den Fahrer, die Sitze sind auch auf langen Strecken bequem. Das Hubbett schafft tagsüber viel Wohnraum, und der Stauraum ließ keine Wünsche offen.

Packtipps der beiden für den Süden:

  • gestufte, etwas höhere Auffahrkeile – viele Campingplätze im Süden liegen am Hang
  • lange Schrauben (200 mm) und ein Akkuschrauber zum Abspannen der Markise
  • ein gummierter Teppich vor der Seitentür gegen Gras und Sand im Innenraum
  • ein Akkusauger für die schnelle Reinigung zwischendurch
REX Camper Wohnmobil Benimar T488 am Abend mit Markise, Licht und Campingmöbeln
Feierabend am Benimar T488 – Licht an, Markise raus.

„Die Beratung und der Support vom Team Rex Camper ist wirklich erstklassig und soll hier auch Erwähnung finden. Ein herzliches Dankeschön dafür.“
– Diana & Hubert K.

Danke, liebe Diana, lieber Hubert – und natürlich Barney – dass ihr eure Reise mit uns teilt!

Deine Tour, dein Bericht

Du warst mit einem REX Camper unterwegs und möchtest deine Reise teilen? Schick uns deinen Bericht und ein paar Fotos an info@rexcamper.de – die schönsten Reiseberichte stellen wir hier im Blog vor. Lust auf Italien mit dem Wohnmobil? Dann plane jetzt deine eigene Tour ab Simmerath.

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